Stille & Atmung

Atmung

Geschehen lassen, was uns ganz von selbst und ohne willentliche Beeinflussung als natürliches Ein- und Ausströmen im Empfangen und Nehmen rhythmisch bewegt.  Der Mensch lebt von Gott her. Daran erinnert das Einatmen. Das Einatmen ist in der geistlichen Betrachtung nicht ein aktives Einziehen der Luft, sondern ein Kommenlassen der göttlichen Lebenskraft. Von Gott empfangen wir immer wieder neu den Lebensodem.

Durch einfache Übungen entsteht ein intensiveres Körperbewusstsein und die Wahrnehmung der Körpereigenen Signale wird verfeinert. Auf den eigenen Atem zu achten, bedeutet auch achtsam mit dem eigenen Körper, mit dem Leben umzugehen. Der Atem führt uns immer in die Gegenwart, in den Augenblick!  Man lernt in den eigenen Körper hineinzuhören. Der Atem führt auf den Weg nach INNEN,  hilft bei der Schulung der inneren Sinne. Was tut mir gut? Wie fühle ich mich an? Wie sehe ich innen aus, wie rieche ich? Wo ist das göttliche in mir?

Es gibt vielerlei Atemübungen, von Menschen erfunden und für vielerlei Zwecke von Nutzen.  Über die Richtigkeit kann man streiten. Aber es gibt nur eine unbestreitbare Übung des Atems, die nicht vom Menschen erfunden, sondern ihm eingeboren und wesensgemäß ist:
Ihn fließen zu lassen!“
K.G. Dürckheim aus

„Vom doppelten Ursprung des Menschen“

Praktische, einfache Übungen zum Ausprobieren

    • Knien, sitzen oder stehen –einatmen durch die Nase, Zwerchfell hebt sich Trennung von Oberkörper/Becken, Augenmerk auf die Wirbelsäule, Ausatmen fallen lassen in den Beckenraum und leichtes vor und zurückpendeln des Oberkörpers bis er sich in stabiler Stellung im Beckenraum gefunden hat. Die Einheit spüren!
    • Gesicht ausstreichen,  mit beiden Händen „waschen“, Kiefergelenke, Mund und Kinn ausstreichen, locker lassen, ein sanftes HA hauchen, Mund ist geöffnet  – der nächste Atem darf von alleine durch die Nase einströmen.
    • Tönen von Vokalen (A,O,E,U,I) Vokaltönen wirkt sehr gesundheitsfördernd. Es verlangsamt die Atmung und synchronisiert Körperrhythmen. Spüren wie das Tönen den Körper in Vibration versetzt.
    • Der Atem kann zu einer Schule des Loslassens und des Empfangens werden. Dazu helfen die Worte die zu einer Lebenshaltung werden können. Von DIR-in MIR-zu DIR!